JOSEF ROSNER

CSU verseucht Honig mit Genmaispollen!

GrĂĽne erneuern Forderung nach sofortigem Anbaustopp von MON 810-Gen-Mais in Bayern

München (25.09.08/bea). Die Grünen in Niederbayern fordern anlässlich der zwangsweisen Entsorgung von gentechnisch kontaminiertem Honig in der Müllverbrennungsanlage Augsburg erneut den sofortigen Stopp des Anbaus von MON 810-Gen Mais in ganz Bayern. „Durch das Nichtstun und das Ablehnen Grüner Anträge im Landtag ist die CSU hauptverantwortlich dafür, dass wir Imker zum einen unser Einkommen verlieren und landauf-landab Arbeitsplätze verloren gehen. Es gibt jetzt schon fast keine Jungimker mehr und so wird mit dem Aussterben der Imker bald auch keine Biene mehr für die Bestäubung der Pflanzen zur Verfügung stehen!“, erklärt Josef Rosner, Imker, Kreisrat und Landtagskandidat der Grünen in Deggendorf.

Obwohl der Imker Bablok bei Kaisheim (Kreis Donau-Ries) mit seinen Bienen vor der Maisblüte geflüchtet sei, fanden sich Pollen von Gen-Mais MON 810 in seinem Honig. Darum musste seine gesamte Jahreshonigernte vernichtet werden, die Mehrkosten durch Abwanderung, Betreuungsaufwand der Völker, Entsorgungskosten, Ertragsausfall und entgangener Verkaufserlös lägen nach ersten Schätzungen bei rund 10.000 Euro. Das Verwaltungsgericht Augsburg hatte Ende Mai festgestellt, dass Honig mit Gemaispollen nicht verkehrsfähig sei und die Imker weichen müssten, um eine Verunreinigung ihres Honigs zu vermeiden.

Die Grünen fordern die Staatsregierung erneut auf, endlich zu handeln. „Meine Bienen brauchen nicht ganz soweit zu fliegen, weil sie mitten im Wald genügend Nahrung finden. Aber das einzige Gen-Maisfeld Niederbayerns in Wallerdorf ist gerade einmal etwa 5 km weit weg, und es ist durchaus möglich, dass sie mit Bienen aus der Gegend in Kontakt kommen und dann ist unser Honig per Gerichtsbeschluss auch zu vernichten. Im restlichen Bayern lässt die CSU auf den staatseigenen Gütern auch gentechnisch manipulierte Pflanzen anbauen – das ist unverantwortlich und rücksichtslose Gefährdung der Umwelt und der VerbraucherInnen“, so Josef Rosner. „Außerdem müsste die CSU für sämtliche Schäden der Imker und an der Natur aufkommen!“ ergänzt Micheal Hess, Bio-Bauer und ebenfalls Kandidat für den Landtag.

Einstein sagte schon: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben!“

Die Nagelprobe in Sachen Gentechnik gibt es heute Nachmittag im Bundestag. Dort können die CSU-Bundestagsabgeordneten einem Antrag der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zustimmen, der sich am Vorbild eines Antrages der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag orientiert. Wenn die CSU-Abgeordneten den Forderungen nicht zustimmen, oder versuchen, die Abstimmung bis nach der bayerischen Landtagswahl zu verschieben, offenbaren sie die plötzliche Abkehr der CSU von der Gentechnik als billiges Wahlkampf-Manöver.

Quelle - Die GrĂĽnen im Landtag - Zitate Josef Rosner

Grüne gegen Genmais nach Honig-Debakel · OZ·Passauer Neue Presse

Anbaustopp gefordert

Osterhofen, 26.9.2008. Gentechnisch kontaminierten Honig hat ein Imker im Landkreis Donau-Ries zwangsweise in der Müllverbrennungsanlage Augsburg entsorgen lassen müssen. Deshalb fordert Landtagskandidat, Kreisrat und selbst Imker Josef Rosner einen Anbaustopp für Genmais: „Durch das Nichtstun und das Ablehnen Grüner Anträge im Landtag ist die CSU hauptverantwortlich dafür, dass wir Imker unser Einkommen verlieren und landauf-landab Arbeitsplätze verloren gehen. Es gibt jetzt schon fast keine Jungimker mehr und so wird mit dem Aussterben der Imker bald auch keine Biene mehr für die Bestäubung der Pflanzen zur Verfügung stehen.“

Das Verwaltungsgericht Augsburg hatte Ende Mai festgestellt, dass Honig mit Gemaispollen nicht verkehrsfähig sei und die Imker weichen müssten, um eine Verunreinigung ihres Honigs zu vermeiden. Dies könne auch hiesige Imker betreffen. Schließlich, so Rosner, sei „das einzige Gen-Maisfeld Niederbayerns in Wallerdorf gerade einmal fünf Kilometer weit weg.“ Deshalb sei es möglich, dass seine Bienen mit solchen aus der Gegend in Kontakt kämen - „dann ist unser Honig per Gerichtsbeschluss auch zu vernichten.“ Dass die CSU auf staatseigenen Gütern auch gentechnisch manipulierte Pflanzen anbauen lasse, bezeichnet er als „unverantwortlich und rücksichtslose Gefährdung der Umwelt und der Verbraucher.“
Quelle oz