JOSEF ROSNER

Blauzungenimpfung - EntmĂŒndigung oder Staatsverantwortung?

Weit weniger Impfprobleme

Hannover, 19.08.2009 (agrar-PR) - Blauzungen In Deutschland sind bei der 2009 verpflichtenden Impfung gegen die Blauzungenkrankheit weit weniger Probleme registriert worden als im vergangenen Jahr. Nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) wurden wĂ€hrend der diesjĂ€hrigen Impfkampagne bisher 367 Meldungen registriert gegenĂŒber 1.049 im vergangenen Jahr. Die beim Paul-Ehrlich-Institut eingegangen Meldungen fallen grĂ¶ĂŸtenteils in die Rubrik "gestörte TrĂ€chtigkeit und Geburt", gefolgt von der Kategorie "spontane TodesfĂ€lle". Als mögliche GrĂŒnde fĂŒr den insgesamt sehr starken RĂŒckgang der Meldungen von Problemen mit der Impfung nennt das PEI, dass in diesem Jahr eine Wiederholungsimpfung durchgefĂŒhrt wurde, gegenĂŒber einer Grundimmunisierung im vergangenen Jahr. Nach dem erstmaligen Auftreten der Blauzungenkrankheit in Deutschland im August 2006 waren 2007 mehr als 20 000 und 2008, als schon geimpft wurde, noch ĂŒber 5 125 FĂ€lle der Blauzungenkrankheit bestĂ€tigt worden. Hingegen wurden in diesem Jahr bisher weniger als 140 FĂ€lle festgestellt. (Ende / agrar-presseportal.de)

Studie zu Blauzungenimpfung

Hannover, 12.08.2009 (agrar-PR) - Nebenwirkungen Aufgrund der Beschwerden einzelner Tierhalter ĂŒber negative Effekte, die mit der Blauzungenimpfung verbunden sein sollen, will das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Bayern eine Studie zu diesem Thema in Zusammenarbeit mit Landwirten durchfĂŒhren. Es soll dabei um angebliche Nebenwirkungen gehen. Das Projekt steht nach Mitteilung des FLI noch ganz am Anfang. Erfasst werden Meldungen ĂŒber mögliche Nebenwirkungen beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Dieses hatte im vergangenen Jahr bis zum 25. November 2008 gestörte TrĂ€chtigkeit in rund 400 FĂ€llen im Zusammenhang mit der Blauzungenimpfung registriert. Der plötzliche Tod des Tieres im Zusammenhang mit der Impfung wurde bei mehr als 100 Rindern gemeldet. In Deutschland ist die Blauzungenimpfung nach wie vor Pflicht. Allerdings gibt es vereinzelt Widerstand gegen diese Maßnahme. (Ende / agrar-presseportal.de)

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Blauzungenkrankheit flÀchendeckend bekÀmpfen - Impfung ist notwendiger Tierschutz

MĂŒnchen, 24.04.2009 (agrar-PR) - Die Blauzungenkrankheit ist eine Seuche, die bei Rindern, Schafen und Ziegen SchĂ€den anrichtet. Allein im Jahr 2007 sind in den Kerngebieten Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz etwa 9.200 Rinder, 33.000 Schafe und 77.000 Ziegen daran verendet. Durch Impfung kann die Seuche jedoch aus Mitteleuropa verdrĂ€ngt werden. Deshalb wurde fĂŒr Deutschland ebenso wie Belgien, Frankreich, Österreich, Tschechien, und die Schweiz die Pflichtimpfung fĂŒr 2009 beschlossen“.

Dies steht in einer gemeinsamen ErklĂ€rung von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, Umweltminister Markus Söder, dem PrĂ€sident der Bayerischen LandestierĂ€rztekammer Theodor Mantel, dem Vorsitzenden der Bayerischen Tierseuchenkasse, Werner Reihl, dem Vorsitzenden des Tiergesundheitsdienstes Bayern e.V., Walter Heidl, der Vorsitzenden des Bundesverbandes praktischer TierĂ€rzte e.V., Irmgard Zwehl, dem Vorsitzenden des Landesverbandes Bayerischer Schafhalter e.V., Christian Schleich, dem Vorsitzenden des Landesverbandes Bayerischer RinderzĂŒchter e.V., Siegfried SchĂŒtz, dem Leiter der Klinik fĂŒr WiederkĂ€uer der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen und des PrĂ€sidenten des Bayerischen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner. Mit dieser auf breiter Basis angelegten ErklĂ€rung möchten sie auf die Wichtigkeit der Blauzungen-Impfung aufmerksam machen.

Die Unterzeichner sind ĂŒberzeugt, die Impfkampagne 2008 war ein großer Erfolg. In Deutschland ist mit der Pflichtimpfung die Zahl der SeuchenausbrĂŒche in RinderbestĂ€nden um 63 Prozent und in SchafbestĂ€nden um 96 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr gesunken. Im Gegensatz dazu scheiterte man in Frankreich 2008 mit der freiwilligen Impfung, weil nur eine Impfdichte von 30 Prozent erreicht wurde und deshalb etwa 25.000 Neuerkrankungen auftraten. „Insbesondere der Erfolg der Impfung in den SchafbestĂ€nden zeigt, wie wirksam eine Impfkampagne ist, wenn vor der Krankheitssaison geimpft wird. Die Impfung hat das Leben vieler Tiere gerettet und ist ein Gebot des Tierschutzes“, lautet es in der ErklĂ€rung.

2009 kann erstmals vor dem Sommer flĂ€chendeckend der Impfschutz aufgebaut werden, bevor das BT-Virus, der Erreger der Blauzunge, wieder gĂŒnstige Ausbreitungsbedingungen findet. Impfungen könnten aber auch unerwĂŒnschte Immunreaktionen hervorrufen. Um diese gering zu halten, sei es selbstverstĂ€ndlich, dass bezĂŒglich der ImpfdurchfĂŒhrung und der PrĂŒfung der ImpffĂ€higkeit der Tiere die entsprechende Sorgfalt gegeben sein mĂŒsse. Falls dennoch ImpfschĂ€den vermutet werden, muss dies auch tatsĂ€chlich nachgeprĂŒft werden.

Untersuchungen aus Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz zeigten aber bisher, dass die umfassend geprĂŒften und erst nach erfolgter Ausnahmegenehmigung verwendeten BT-Impfstoffe zu den gut vertrĂ€glichen Vakzinen gehörten. SĂ€mtliche Bestandteile der Impfstoffe seien in der verwendeten Konzentration fĂŒr die geimpften Tiere und die Verbraucher völlig unbedenklich. Der gemeinsame Aufruf richtet sich an die Landwirte, die bayerischen Rinder- und SchafbestĂ€nde durch eine rechtzeitige Impfung der Tiere zu schĂŒtzen. (Ende / agrar-presseportal.de)

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