JOSEF ROSNER

33 Millionen Euro in die RMD - oder gleich in den "Sanften Ausbau" der Donau investieren ?

Heute mittag haben wir beim Essen auch etwas herum diskutiert, welche Maßnahmen am sanften Ausbau der Donau mit 33 Millionen Euro bereits bewerkstelligt werden könnten. Der Sanfte Ausbau - insgesamt - soll ja in etwa 125 Millionen Euro kosten - 1/4 wäre damit erledigt !

Obwohl Herr Minister Zeil von der FDP nun plötzlich den Verzicht auf das Gutachten anregt, am 27.11.2008 (siehe weiter unten) klang das noch ganz anders, geschieht der Wille der CSU und es wird weiter an jenem Gutachten gearbeitet, mitfinanziert auch von der EU. Ich habe einmal gerechnet, wie viele Mann/Frau-Stunden mit 33 Millionen Euro herauskommen, es ist eine unglaubliche Anzahl !

Geht man von einem durchschnittlichen Verrechnungssatz eines angestellten Wasser/Natur/Geologie-Ingenieurs oder Ingenieurin in Höhe von 65 Euro aus, dann sind es über 500000 Stunden (fünfhunderttausend!).

Der Verrechnungssatz/Stunde definiert sich folgendermaßen:

  • Personalkosten (Gehalt/Lohn)
  • Arbeitgeberanteile RV/KV/SL
  • Gemeinkosten (Bürokosten, Versicherungen, Telefon, usw. anteilig)
  • Vertriebsgemeinkosten ( nahezu NULL, weil ja nahe am (Frei)Staat organisiert)
  • Herstellungskosten (in diesem Fall - da Ingenieurleistung - lediglich Spesen/Übernachtungen usw.)
  • Wagnis & Gewinn (Wagnis = Null - Gewinn ca. 10 %)

Dieses Gutachten soll ja bereits in diesem Jahr fertig sein. Das bedeutet, dass in den kommenden 11 Monaten bei durchschnittlich 173 Stunden/Monat sage und schreibe 244 Personen den ganzen! Tag beschäftigt sein müssen, dieses Gutachten zu erarbeiten !

Liebe Leserinnen und Leser, da fehlt mir Glaube und Einsicht und es ist deutlich zu hinterfragen, ob bei so vielen Einsatzkräften das Richtige herauskommen werden muss.

Josef Rosner · Osterhofen · Energiepolitischer Sprecher

Strikte Forderungen (nach den Koalitionsverhandlungen) des Herrn Zeil ?
Verkehrsminister Zeil begrüßt Förderbescheid durch EU-Kommission für Untersuchung zum Donau-Ausbau

Zeil: „Zügige Gutachten-Vergabe zum Donau-Ausbau“

München, 27. November 2008: - Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil strebt nach der Bewilligung der EU-Förderung für eine Untersuchung zum Donauausbau die zügige Gutachten-Vergabe an. Zeil: „Ich schlage vor, die Wasser- und Schiff-fahrtsdirektion Süd mit der Leitung der Arbeitsgruppe und der Projektsteue-rung für das Gutachten zu betrauen. Sie wäre als neutrale staatliche Stelle für die Studie federführend verantwortlich.“ Zur gegenwärtigen Diskussion über die Rhein-Main-Donau AG (RMD) als Auftragnehmer erklärt Zeil: „Das Vertragswerk überträgt der RMD die Aufgabe, den Donauausbau im Auftrag von Bund und Bayern durchzuführen.“

Zeil betont, dass er großen Wert auf eine neutrale Untersuchung aller Ausbauvarianten der Donau lege. „Ich begrüße die durch den Bund geplante Einsetzung einer Monitoring-Gruppe, die alle Interessenvertreter einbindet.“ Dies könne sich als hilfreich erweisen, um die Akzeptanz für die Ergebnisse des Gutachtens zu steigern.
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Quelle: stmwivt.bayern - Pressemitteilung-Nr. 552/08


Der Sinneswandel des Herrn Zeil ?
Bayerns Verkehrsminister Zeil zur laufenden Debatte über den Donausausbau

Zeil: „Zügige Entscheidung zum Donauausbau“

München, 15. Dezember 2008: - Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil begrüßt, dass in die Diskussion über den Ausbau der Donau zwischen Straubing und Vilshofen offenbar Bewegung komme: „Die Bayerische Staatsregierung ist ganz klar für den Ausbau der Donau. Dies haben wir auch in der Koalitionsvereinbarung festgehalten. Eine möglichst schnelle Entscheidung über den Donauausbau steht im Interesse Bayerns und seiner Wirtschaft. Ich stehe zu der im Koalitionsvertrag vereinbarten variantenunabhängigen Untersuchung zum Donauausbau. Wenn aber jetzt die Bereitschaft da ist, können wir uns sofort auf die Ausbauvariante A einigen. Ich würde die 33 Millionen Euro für die Studie lieber gleich direkt für den Ausbau der Donau verwenden.“

Wichtig sei es jetzt zügig zu handeln und auf Bundesebene endlich Klarheit zu schaffen. In der Bundesregierung und der schwarz-roten Koalition gebe es unterschiedliche Positionen. Zeil: „Ich erwarte von der Bundesregierung, dass sie sich zum Donauausbau bekennt und hier rasch eine eindeutige Position bezieht. Wenn man schnell etwas tun wollte, könnte man das auch.“
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Quelle: stmwivt.bayern -Pressemitteilung-Nr. 579/08