JOSEF ROSNER

Biomasse

Biogasanlagen - Thermische Energien verpuffen ungenutzt !

bei den meisten landwirtschaftlichen Biogasanlagen wird die thermische Energie au√üer f√ľr Prozessw√§rme ungenutzt √ľber Tischk√ľhler in die Umwelt verpufft. 2 Cent pro kW werden normalerweise bezahlt, wenn die W√§rme abgenommen wird. Mit diesem Preis kann kein Landwirt √ľberzeugt werden, langfristig Energie zu liefern bzw. Liefervertr√§ge einzugehen.

Hybrid-K√ľhlturm

‚ÄúTischk√ľhler heizen die Umwelt unn√∂tig auf !‚ÄĚ

Bei Glykolk√ľhlern, auch Tischk√ľhler genannt, flie√üt das zu k√ľhlende Medium durch einen Lamellenrohr-W√§rme√ľbertrager und gibt W√§rme durch einen Ventilator an die k√§ltere Umgebungsluft ab.

Zur Info: mit einem Liter Heiz√∂l ¬∑ zum Preis von derzeit 91 Cent ¬∑ k√∂nnen 10 kW erzeugt werden. Andersherum gerechnet hat ein kW einen Wert von 9,1 Cent. Ber√ľcksichtigt man noch den CO2-Aussto√ü beim Verbrennen des Heiz√∂ls, ist die Verwendung der Thermischen Energie bez√ľglich der Umweltbilanz fast ein Muss.

‚ÄúBiogas im Vilstal‚ÄĚ
‚ÄúAbgase‚ÄĚ

Biogasanlagen haben einen Wirkungsgrad von 40% elektrisch und 60 % thermisch. Anlagen mittlerer Gr√∂√üe erzeugen in durchschnittlich 7.200 Stunden/Jahr in etwa 2.000.000 kW Strom. Damit fallen bei der Produktion automatisch 3.000.000 kW W√§rme an, haupts√§chlich aus dem K√ľhlwasser der Motoren aber auch aus den Abgasen. Zieht man die Prozessw√§rme ab, ben√∂tigt f√ľr die Erw√§rmung der Biomasse beim G√§rprozess und die Beheizung der Rohrleitungen, verbleiben 2.500.000 kW. Diese Energie entspricht - bei einem Verh√§ltnis von 1:10 - einer Menge von 250.000 Litern Heiz√∂l und damit 227.500 Euro (Stand 22.August 2008)

Die An- bzw. Einbindung bei der Planung von Nahversorgungskonzepten ist daher ein absolutes Muss bei entsprechender Verg√ľtung.

Die Berechnung der Fernwärmeleitung sieht folgendermassen aus:

1 Meter DUO-Zweirohrfernw√§rmeleitung f√ľr Erdverlegung - Nennweite DN 50+50 kostet 65 Euro (Listenpreis). Statt also 227.500 Euro/Jahr sinnlos verpuffen zu lassen, k√∂nnte man mit diesem bereits im ersten Jahr "vorhandenen" Energie-Geld (einschl. Erdarbeiten) eine Strecke von 2 Kilometer realisieren und h√§tte in den Folgejahren im Prinzip KOSTENLOSE ENERGIE im gleichen Wert. Die bereits angek√ľndigten Preissteigerungen beim Heiz√∂l und Erdgas, welches ja an das Heiz√∂l gekoppelt ist, sind noch gar nicht ber√ľcksichtigt, die Einsparungen sind wesentlich gr√∂√üer !

Josef Rosner · Architekt

Erneuerbare-Energien-Zug nicht verpassen

Stromversorgung - Deckung der Grundlast aus Erneuerbaren Energien denkbar

Osterhofen, 4.2.2008: Im ZDF - Heute-Journal wurde von zwei Wissenschaftler ein Modell-Projekt der Universit√§t Kassel pr√§sentiert und erkl√§rt, dass bei einem Energiemix aus Sonne-Wind-Wasser und Biomasse die Grundlast der Stromversorgung f√ľr Deutschland gedeckt werden kann.

Das Zauberwort heißt Kombikraftwerk:

Windkraftwerke wurden bei diesem Projekt kombiniert mit gro√üfl√§chigen Solaranlagen, dazu kommen Kraftwerke, die Strom liefern aus Biomasse und ein Wasserkraftwerk in Th√ľringen. Seit Mai 2007 laufe diese Modell bereits stabil im Online-Betrieb und sei verifiziert, erkl√§rte Dr. Kurt Rohrig vom Institut f√ľr Solare Energieversorgungstechnik im ZDF.

Wind, wenn er weht, Sonne wenn sie scheint, liefern sogar mehr Strom als man urspr√ľnglich dachte. Ausgleichend wirkt der aus Biomasse produzierte Strom, der sich Tag und Nacht nach Bedarf regeln l√§sst. Alle Anlagen sind im Modellprojekt genau koordiniert und √ľbersch√ľssiger Strom, z.B. bei starkem Wind, wird in einem Pumpspeicherkraftwerk gespeichert. Dabei wird der Strom genutzt, gro√üe Wassermengen in ein h√∂her gelegenes Becken als eine Art Pufferspeicher zu pumpen. Bei Strombedarf flie√üt es √ľber Fallrohre herab, treibt Turbinen an und erzeugt dabei soviel Strom, wie gerade ben√∂tigt wird.

Der Erneuerbare-Energie-Mix kann so Schwankungen ausgleichen und die sogenannte Grundlast gew√§hrleisten. Zweifel bestehen noch, ob ganz Deutschland mit Erneuerbaren Energien versorgt werden kann, denn ca. 15 Prozent der gesamten Ackerfl√§chen m√ľssten der Stromversorgung zur Verf√ľgung gestellt werden und es gibt dar√ľberhinaus nicht ausreichend genug Stauseen, die f√ľr den Wasserkreislauf zur Verf√ľgung st√ľnden. Laut Prof. J√ľrgen Schmid k√∂nnte diesbez√ľglich nur Skandinavien helfen, denn dort w√§re genug Wasser als "billigster Stromspeicher" vorhanden, wenn eine Vollversorgung mit diesen naturgem√§√ü schwankenden Energiequellen angestrebt wird.
http://www.solarserver.de/solarmagazin/anlage.html

Volle Auftragsb√ľcher in der Alternativ-Energie-Branche und zus√§tzliche kraftvolle Argumente

Viele Regionen haben bereits nach Bekanntwerden der Kombikraftwerke Energiekonzepte f√ľr den Landkreis und die Kommunen angefragt, so Matthias Willenbacher - juwi Holding AG Mainz.

Gerade hier im nachweislich windreichen Bayerischen Wald, wo immer noch recht wenig Windr√§der im Vergleich zum flachen Land stehen, sollte man schnellstm√∂glich Konzepte erarbeiten, Fl√§chen und Standorte auch f√ľr Solarfelder wie in Plattling suchen und dabei nicht den m√∂glichen Schaden f√ľr den Fremdenverkehr in den Vordergrund schieben. Ein schnelles Handeln ist hier unbedingt erforderlich, um nicht den Erneuerbare-Energien-Zug zu verpassen. Unsere Region k√∂nnte damit auch Vorzeigeprojekt werden und ich gehe davon aus, dass, wenn wir stolz verk√ľnden: "Unser Strom und unsere Energien werden aus Erneuerbaren Energien erzeugt !" wesentlich mehr Ferieng√§ste zu uns kommen, um Urlaub zu machen, und zufrieden und erholt wieder nach Hause fahren, mit dem Zug oder einem mit Sonnenenergie frisch aufgetankten Elektro- oder Hybrid-Auto.

Josef Rosner · Osterhofen
Landratskandidat f√ľr B'90 / Die Gr√ľnen
Deggendorf

Erneuerbare-Energien-Zug nicht verpassen

Stromversorgung - Deckung der Grundlast aus Erneuerbaren Energien denkbar

Osterhofen, 4.2.2008: Im ZDF - Heute-Journal wurde von zwei Wissenschaftler ein Modell-Projekt der Universit√§t Kassel pr√§sentiert und erkl√§rt, dass bei einem Energiemix aus Sonne-Wind-Wasser und Biomasse die Grundlast der Stromversorgung f√ľr Deutschland gedeckt werden kann.

Das Zauberwort heißt Kombikraftwerk:

Thermische Energien ungenutzt verpuffen lassen ?

bei den meisten landwirtschaftlichen Biogasanlagen wird die thermische Energie ausser f√ľr Proze√üw√§rme ungenutzt √ľber Tischk√ľhler in die Umwelt verpufft. 2 Cent pro kW werden normalerweise bezahlt, wenn die W√§rme abgenommen wird. Mit diesem Preis kann kein Landwirt √ľberzeugt werden, langfristig Energie zu liefern bzw. Liefervertr√§ge einzugehen.

Zur Info: mit einem Liter Heiz√∂l ¬∑ zum Preis von derzeit 67 Cent ¬∑ k√∂nnen 10 kW erzeugt werden. Andersherum gerechnet hat ein kW einen Wert von 6,7 Cent. Ber√ľcksichtigt man noch den CO2-Aussto√ü beim Verbrennen des Heiz√∂ls, ist die Verwendung der Thermischen Energie bez√ľglich der Umweltbilanz fast ein Muss.

Biogasanlagen haben einen Wirkungsgrad von 40% elektrisch und 60 % thermisch. Anlagen mittlerer Gr√∂√üe erzeugen in durchschnittlich 7.200 Stunden/Jahr in etwa 2.000.000 kW Strom. Damit fallen bei der Produktion automatisch 3.000.000 kW W√§rme an, haupts√§chlich aus der K√ľhlung der Motoren. Zieht man die Prozessw√§rme ab, ben√∂tigt f√ľr die Erw√§rmung der Biomasse beim G√§rprozess und die Beheizung der Rohrleitungen, verbleiben 2.500.000 kW. Diese Energie entspricht - bei einem Verh√§ltnis von 1:10 - einer Menge von 250.000 Litern Heiz√∂l.

Die An- bzw. Einbindung bei der Planung von Nahversorgungskonzepten ist daher ein absolutes Muss bei entsprechender Verg√ľtung.

CO2 -Freisetzung fossiler Energieträger

Grundlage: 293 g CO2/kWh entstehen bei der Verbrennung eines Liters Heizöl

angesichts der Tatsache, dass damit der CO2 Aussto√ü f√ľr 250.000 Liter Heiz√∂l/Jahr um 732 Tonnen reduziert werden k√∂nnte, ist es grunds√§tzlich zu bef√ľrworten, wenn Abw√§rme von Biogasanlagen zuallererst genutzt wird, bevor man √ľberhaupt daran denkt, die W√§rme anderweitig erzeugen zu wollen !

Josef Rosner

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